Seminar "MDU-Info"

MDU steht für:

  • Schüler, die wissen, was sie wie und mit welchem Ziel üben
  • Schüler, die ihre Leistung gerne und engagiert erbringen
  • Schüler, die von sich aus gerne viele Stunden in der Musikschule verbringen
  • Flexible Stundenpläne, die tatsächlich in der Praxis funktionieren
  • Einfachere Organisation von Verlegungen, Konzerten etc.
  • Weniger Frust mit "schwierigen" Eltern
  • Zufriedene Lehrpersonen, die von unangenehmen Dingen befreit sind
  • Lehrpersonen, die wissen, wie ihre Schüler konkret üben
  • Lehrpersonen, die dauerhaft ein "Team" bilden (keine Einzelkämpfer)
  • Vernetzung mit vielen anderen innovativen und engagierten Lehrpersonen
  • u.v.m.

Verständlich, dass Sie ob dieser "Prophezeiungen" skeptisch sind ... der Alltag zeigt ja gerade denjenigen Lehrpersonen, die etwas verändern wollen, schnell organisatorische Grenzen (Räume, Schüler, Eltern usw.) auf.

Die oben genannten Wirkungen sind allerdings FAKTEN (und keine "Visionen"), die Lehrpersonen an Musikschulen in der Schweiz, in Österreich und auch in Deutschland täglich erfolgreich geniessen dürfen!

Übrigens: Dass MDU® zwingend 2 Räume braucht, sind sich hartnäckig haltende FakeNews!

Sie haben die Wahl zwischen mehreren Varianten, MDU® kennen zu lernen:

  1. Ein Schulleiter berichtet aus der eigenen praktischen Erfahrung über die Einführung von MDU® an seiner Musikschule.
  2. Der Projektleiter stellt MDU®-spezifische Möglichkeiten für Ihre Musikschule vor.
  3. Die MDU®-Thematik wird erst einmal "am Rande" in ein Seminar anderer Thematik (z.B. "Musikalische Spiele") integriert.
  4. Sie besuchen mit einer kleinen Delegation von Lehrpersonen den MDU®-Unterricht an einer MDU®-Musikschule.
  5. Lehrpersonen Ihrer Musikschule werden in ihrem eigenen ("normalen") Unterricht durch einen MDU®-Trainer angeleitet.

1. Konkreter Erfahrungsbericht

Olivier Scurio, Leiter der MDU®-Pilotmusikschule Dübendorf, schreibt hierzu:

Seit 2010 beschäftigen wir uns an der Regionalen Musikschule Dübendorf mit Weiterbildungen im Bereich des ‚Multidimensionalen Unterrichtes MDU®‘ nach Gerhard Wolters.
Die „1. Generation“ bzw. Pilotgruppe umfasste 7 Lehrpersonen. Im Sommer 2012 wurde ein Einstiegsseminar für alle Lehrpersonen inkl.  6-wöchiger Praxisphase durchgeführt.  Seit dem Schuljahr 2013/14 besuchen neue Lehrpersonen das Seminar "MDU®-Basic" nach Stellenantritt im Rahmen unseres Einführungsprogrammes. In den vergangenen 3 Jahren entwickelte sich ein MDU-Kernteam.
Wir sind noch immer am lernen und freuen uns, wenn uns unsere Schüler unsere Fehler verzeihen.
Gerne erzähle ich meinem Erfahrungsbericht über die festgestellten Herausforderungen für Schüler wie auch Musiklehrpersonen. Welche Spannungsfelder wir entdeckten und welches unsere genrellen Feststellungen zu unserem veränderten Unterricht sind. Die Schüler / Eltern haben plötzlich Zeit: 2 – 3 Stunden Präsenzzeit wurde Realität und der Wert der musikalischen Bildung verändert sich spürbar.
Der monatliche pädagogische Austausch wurde Realität und trägt zu einer wachsenden pädagogischen Offenheit an unserer Schule bei.

2. Präsentation

Nach einem vorausgehenden informativen Telefonat oder Besuch werden die spezifischen Ideen des MDU® individuell für Ihre Musikschule aufbereitet und präsentiert. Praxisversuche sind möglich.

3. Integration in anderes Seminar

Wählen Sie eine Thematik, die Ihre Kolleginnen und Kollegen besonders interessiert.

Alle diese Themen lassen es zu, die grundsätzlichen Ideen des MDU® in das Seminar zu integrieren und dadurch die Teilnehmenden des Seminars "g´lutschig" auf mehr" zu machen...

4. Besuch eines MDU-Unterrichts

Sie können auch mit einem kleinen Team Ihres Kollegiums den MDU®-Unterricht an einer anderen Musikschule besuchen.

Bitte nehmen Sie dafür vorab Kontakt mit der Projektleitung auf.

Nähere Informationen über den Besuch der Unterrichtspraxis finden Sie hier.

5. Eigene Erfahrung im Unterricht

Bereiten Sie eine Lektion Einzelunterricht "normal" vor, bitten aber Ihren Schüler, sich doppelt so lang wie sonst Zeit zu nehmen.

Führen Sie dann den Unterricht wie gewohnt durch und lassen sich ab und zu von einem MDU®-Trainer jeweils dann unterbrechen, wenn eine MDU®-typische Übephase folgen sollte.

Die spezielle Fragestellung "Was? Wie? Ziel? Genug?" sowie die anschliessende Einforderung einer differenzierten verbalen Rückmeldung seitens des Schülers ist dann die Aufgabe des MDU®-Trainers.

An einem halben Seminartag können ca. drei Lektionen pro MDU®-Trainer gerechnet werden.

Kurz gesagt:

  • Ihre Lehrperson: "Was?"
  • MDU®-Trainer: "Wie?"